Ein Kardinal aus El Salvador zu Besuch

  • Hoher Besuch sagte sich am BSZ Regensburger Land an: Kardinal Rosa Chavez aus El Salvador gab uns die Ehre. Er ist dieses Jahr Gast der Weihnachtsaktion von Adveniat, dem Latein-Amerika-Hilfswerk der katholischen Kirche in Deutschland.
    Rosa Chavez, vorgestellt von Ruth Aigner (Leiterin der Fachstelle Weltkirche in Regensburg), begleitet und übersetzt von Ines Klissenbauer, zeigte zu Beginn seiner Rede den Studierenden auf einer Karte, wo das kleine Land El Salvador in Zentralamerika liegt. Im Zuge dessen erwähnte er: „Gott hat das Land für alle geschaffen. Alle haben dieselbe Geschichte und dieselbe Zukunft. Nur wenn das alle verstehen, wird es Frieden geben.“
    Rosa Chavez, der sich sehr für die Arbeit mit Jugendlichen vor allem in seinem Heimatland einsetzt, trat dann mit der Klasse in einen Dialog. Er begann mit der Frage, warum die Studierenden die Fachakademie für Sozialpädagogik überhaupt besuchen. Als der Kardinal zur Antwort bekam, dass Bildung und Erziehung schließlich der Schlüssel für unsere Zukunft seien, zauberte dies Rosa Chavez ein warmes Lächeln ins Gesicht und das Eis war damit gebrochen.
    Er berichtete sorgenvoll, dass sich die meisten Jugendlichen in El Salvador leider nicht genügend mit ihrer Zukunft auseinandersetzten. Sie spielen nur mit ihrem Handy und interessieren sich nicht für das, was komme. Hier setzt seine Tätigkeit ein, ihnen mit Bildung und Erziehung Chancen für das weitere Leben zu ermöglichen und das Beste aus ihnen herauszuholen. Beeinflusst ist sein Wirken von Paulo Freire, einem bekannten brasilianischen Pädagogen und Oscar Romero (1917-1980), dem heiliggesprochenen Erzbischof aus El Salvador (siehe Bild).
    Im Verlauf des Gesprächs kam auch die Frage auf, wofür wir Menschen eigentlich auf der Erde seien. Rosa Chavez gibt eine einfache, aber beeindruckende Antwort: Der Mensch sei geschaffen, um zu lieben, dafür brauche er aber jemanden und somit könne der Egoist nie glücklich sein.

In diesem Zusammenhang kommt auch der Familie eine große Bedeutung zu. In dem Land, in dem Rosa Chavez arbeitet, ist die hohe Kriminalitätsrate erschreckend (täglich zehn Morde bei 2 Millionen Einwohnern). Der Kardinal ist aber überzeugt von dem Ausweg aus Gewalt und Kriminalität: es sei besonders wichtig, als Kind in einer Familie geliebt zu werden, denn nur so kann die Gewalt überwunden werden.
Mit diesen bestärkenden und motivierenden Worten endete der Besuch von Kardinal Rosa Chavez in der Fachakademie und nach einer Pause ging er in die Klasse KI 11b, wo er u.a. Statements äußerte, die die Schülerinnen nachhaltig beeindruckten (siehe Sprechblasen):


 

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