„Jeder Mensch ist einzigartig und hat das Recht auf Selbstbestimmung, Teilhabe, Respekt, Würde, Heimat und Bildung“ – Die FakS 2 zu Besuch im Blindeninstitut

Am 11.01.2019 besuchten die Studierenden des Vertiefungsgebiets I der FakS 2 der Fachakademie für Sozialpädagogik das Blindeninstitut in Regensburg.

Da ein Teil der Klasse das Vertiefungsgebiet 1 gewählt hat, das sich intensiv mit Kindern im Alter von 0 – 10 Jahren auseinandersetzt, entschlossen wir uns, das Blindeninstitut in Regensburg zu besuchen. Diesen Bereich hielten wir sehr passend für unser Vertiefungsgebiet.

Es ist wichtig zu wissen, dass das Blindeninstitut nicht nur blinde Kinder und Jugendliche aufnimmt, es muss mindestens noch eine weitere Behinderung vorliegen, um im Blindeninstitut aufgenommen zu werden.

Nun zur Geschichte des Blindeninstituts: Vor ca. 150 Jahren wurde das Institut gegründet. Die Stiftung des Blindeninstituts ist in Würzburg ansässig und beschäftigt ca. 300 Mitarbeiter. Der Gründer, Graf Moritz zu Bentheim-Tecklenburg-Rheda, sagte bereits 1853, dass blinde Menschen das Recht auf Bildung haben, vor allem TEILHABE war ihm sehr wichtig.

Die Blindeninstitutsstiftung ist an veschiedenen Orten in Bayern und Thüringen zuhause. In unserer Region ist das Regensburger Blindeninstitut  an der Brunnstube das nächste, gefolgt von  München und Nürnberg.

Die aufgenommenen Kinder und Jugendlichen werden in verschiedenen Bereichen betreut und gefördert: So z.B. in der Frühförderung (diese wird von Kindern im Alter von 0 bis 3 Jahren für mind. drei Jahre besucht). Die Kinder im Alter von 3 bis 6 Jahren besuchen dann für drei Jahre die schulvorbereitende Einrichtung. Das Schulleben beginnt mit der Grundschulstufe, die die Kinder drei Jahre besuchen dürfen. Gefolgt von drei Jahren Mittelstufe, drei Jahren Mittelschulstufe und schließlich drei Jahren Berufsabschlussstufe. Insgesamt verbringen die Kinder und Jugendlichen damit rund 15 Jahre in der Einrichtung. Nach Beendigung der Schulzeit haben die Absolventen jedoch keinen Schulabschluss.

In 18 Tagesstättengruppen, 14 Schulklassen und zwei SVE-Gruppen leben und lernen die Kinder und Jugendlichen miteinander. Jede Gruppe wird von fünf bis sechs Kindern besucht. Des Weiteren gibt es vier Wohngruppen für Kinder und Jugendliche.

Bei einem Rundgang durch die Einrichtung durften wir viele neuen Erfahrungen machen, z.B. im Dunkelraum für Kinder. Hier können die Kinder ihre Sehreste besonders gut nutzen, da nur das Objekt beleuchtet wird, der Raum ansonsten jedoch absolut abgedunkelt ist.

Eine besonders gute Idee waren die Verweisschilder, die auf das jeweilige Fach mit Blindenschrift, Druckschrift und einem Gegenstand hinweisen. Diese Magnetschilder werden als Stundenplan benutzt und sind einheitlich im gesamten Blindeninstitut.

Auch in den Gängen stößt man des Öfteren auf Verweiskarten oder gelbe Linien, die für Kinder und Jugendlichen mit Blindenstock eine große Hilfe sind.

Das Blindeninstitut hat einen Mobilen sonderpädagogischen Dienst, der den Kindern und Jugendlichen außerhalb der Schule lebenspraktische Fähigkeiten vermittelt,  z.B. das Essen nach der Uhr („Der Becher steht auf ein Uhr“)

Eine besonders wichtige Frage für uns angehende Erzieher*innen war jedoch, welche Berufsgruppen hier im Blindeninstitut arbeiten dürfen.

Wir erfuhren, dass alle Erzieher*innen, Heilerziehungspfleger*innen, Sonderschullehrer*innen, pflegerische Kräfte wie z.B. Krankenpfleger*innen, Kinderpfleger*innen und Praktikant*innen, die sich für diesen Bereich interessieren, die Chance haben, sich hier bewerben zu können.

Besonders betont wurde die erfüllende Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen, da es eine sehr einfühlsame Tätigkeit ist und man viel von den Kindern zurückbekommt.

Auch die positiven Arbeitsbedingungen, die Möglichkeit zu Fort-und Weiterbildung sprechen für die Tätigkeit bei diesem Arbeitgeber.

Bei einer abschließenden Reflexion kamen wir zum Fazit, dass wir einen neuen interessanten Arbeitsbereich für unsere Zukunft entdeckt haben.

Wir bedanken uns bei Frau Christine Tausendpfund und Frau Ulrike Weimer für den gewinnbringenden Nachmittag!

 

Theresa Pellkofer, Studierende der FakS 2

Umweltschule in Europa

Zum zehnten Mal wurde unserer Schule diese Auszeichnung verliehen

Insgesamt 375 Schulen aus Bayern erhielten in diesem Jahr die Auszeichnung „Umweltschule in Europa / Internationale Agenda 21-Schule“. Die Auszeichnung wird jedes Jahr an Schulen verliehen, die sich mit aktuellen Umweltprojekten für eine umweltbewusste und nachhaltige Entwicklung einsetzen.
Wir sind stolz auf diese Auszeichnung.

Elternabend und Wahl des Elternbeirats

Unsere Schule lud zum Elternabend ein und viele Eltern kamen.

Heuer verknüpften wir den Elternsprechtag wieder mit der Eröffnung unseres Adventsmarkts und der Information zur Aufnahme in die Fachakademie für Sozialpädagogik. Die Kombination wirkte, denn viele Eltern folgten der Einladung. Eltern und Schülerinnen und Schüler konnten sich am reich bestückten Kuchenbuffet bei Glühwein, Tee und Kinderpunsch in den vorweihnachtlichen Abend einstimmen. Bei den mittlerweile kühlen Außentemperaturen verkürzten sich viele Besucher mit einer „Knackersemmel mit Allem“ oder einer heißen Kartoffelsuppe die Wartezeit für die nächsten Lehrergespräche. Die Schülerinnen und Schüler der BFS für Ernährung und Versorgung animierten zum Kauf der zahlreichen selbst hergestellten Köstlichkeiten. Der Erlös wird wie jedes Jahr einem guten Zweck zugeführt.

Ein weiterer wichtiger Punkt an dem Abend war die Wahl des Elternbeirats, einem Gremium von Eltern, das sich für die Interessen der Schülerinnen und Schüler und die Vertretung aller Erziehungsberechtigten einsetzen wird. Die Wahl der Elternbeirätinnen verlief überraschend zügig, da sofort einige Mütter bereit waren, die interessante Aufgabe zu übernehmen.

Gewählt wurden

  • Frau Martina Rank-Bachhuber.
  • Frau Inge Seelus
  • Frau Dana Pahlke
  • Frau Sandra Stiegmüller
  • Frau Anja Ploß
  • Frau Nicole Eder und
  • Frau Eva Nusche.

Herzlichen Dank für Ihre Bereitschaft, wichtige Entscheidungen mit den Lehrkräften der Schule zu treffen.

 


Exkursion in ein Webereimuseum

Am Samstag den 10. November 2018 fuhren die Studierenden der FakS 2 im Rahmen des Übungsfaches Handwerk und Technik nach Haslach in Österreich. Dort besuchten wir mit unserer Lehrerin, Frau Homeier, ein Webereimuseum und nahmen an zwei Workshops teil. Wir sahen uns verschiedene Webtechniken von früher und heute an und konnten dieses alte Handwerk selbst ausprobieren. In den Workshops durften wir zu Beginn mit Hilfe der Batik-Technik einen Schal färben. Anschließend webten wir mit der Hand eine Sitzunterlage. Am Ende des Tages haben wir viel Neues erfahren und gesehen. Wir fanden die Exkursion interessant und sehr schön.

Text und Bilder: Susanne Weiherer FakS 2

Ein Kardinal aus El Salvador zu Besuch

  • Hoher Besuch sagte sich am BSZ Regensburger Land an: Kardinal Rosa Chavez aus El Salvador gab uns die Ehre. Er ist dieses Jahr Gast der Weihnachtsaktion von Adveniat, dem Latein-Amerika-Hilfswerk der katholischen Kirche in Deutschland.
    Rosa Chavez, vorgestellt von Ruth Aigner (Leiterin der Fachstelle Weltkirche in Regensburg), begleitet und übersetzt von Ines Klissenbauer, zeigte zu Beginn seiner Rede den Studierenden auf einer Karte, wo das kleine Land El Salvador in Zentralamerika liegt. Im Zuge dessen erwähnte er: „Gott hat das Land für alle geschaffen. Alle haben dieselbe Geschichte und dieselbe Zukunft. Nur wenn das alle verstehen, wird es Frieden geben.“
    Rosa Chavez, der sich sehr für die Arbeit mit Jugendlichen vor allem in seinem Heimatland einsetzt, trat dann mit der Klasse in einen Dialog. Er begann mit der Frage, warum die Studierenden die Fachakademie für Sozialpädagogik überhaupt besuchen. Als der Kardinal zur Antwort bekam, dass Bildung und Erziehung schließlich der Schlüssel für unsere Zukunft seien, zauberte dies Rosa Chavez ein warmes Lächeln ins Gesicht und das Eis war damit gebrochen.
    Er berichtete sorgenvoll, dass sich die meisten Jugendlichen in El Salvador leider nicht genügend mit ihrer Zukunft auseinandersetzten. Sie spielen nur mit ihrem Handy und interessieren sich nicht für das, was komme. Hier setzt seine Tätigkeit ein, ihnen mit Bildung und Erziehung Chancen für das weitere Leben zu ermöglichen und das Beste aus ihnen herauszuholen. Beeinflusst ist sein Wirken von Paulo Freire, einem bekannten brasilianischen Pädagogen und Oscar Romero (1917-1980), dem heiliggesprochenen Erzbischof aus El Salvador (siehe Bild).
    Im Verlauf des Gesprächs kam auch die Frage auf, wofür wir Menschen eigentlich auf der Erde seien. Rosa Chavez gibt eine einfache, aber beeindruckende Antwort: Der Mensch sei geschaffen, um zu lieben, dafür brauche er aber jemanden und somit könne der Egoist nie glücklich sein.

In diesem Zusammenhang kommt auch der Familie eine große Bedeutung zu. In dem Land, in dem Rosa Chavez arbeitet, ist die hohe Kriminalitätsrate erschreckend (täglich zehn Morde bei 2 Millionen Einwohnern). Der Kardinal ist aber überzeugt von dem Ausweg aus Gewalt und Kriminalität: es sei besonders wichtig, als Kind in einer Familie geliebt zu werden, denn nur so kann die Gewalt überwunden werden.
Mit diesen bestärkenden und motivierenden Worten endete der Besuch von Kardinal Rosa Chavez in der Fachakademie und nach einer Pause ging er in die Klasse KI 11b, wo er u.a. Statements äußerte, die die Schülerinnen nachhaltig beeindruckten (siehe Sprechblasen):